whisper

Luina liest: Perry Rhodan, 3. Kapitel

Da das dritte Kapitel nur sehr kurz ist... weiter gehts =D



Verschwörungstheorien auf der Erde


Wir sind wieder auf der Erde, wo uns der Chef eines Geheimdienstes der NATO vorgestellt wird: Allan D. Mercant. Der trifft bei einer geheimen Sitzung auf Pounder, der dem dummen Leser nochmal als Chef der Space Force vorgestellt wird. So abgekürzt finde ich den Namen wirklich bedenklich... es liest sich, als würde es sich hier um eine offensiv militärische Sache handeln... ha, wir sind im Kalten Krieg, vermutlich IST es sogar so. Dabei ist noch Colonel Kaats, der Chef der Sonderabteilung „Innere abwehr“ der Bundeskriminalpolizei. Keine Ahnung, wer damit konkret gemeint ist. CIA? FBI? Schade, hier hätte man ruhig bei der Originalbezeichnung bleiben können, aber das ist vielleicht eine Sache des Zeitgeistes.
Obwohl man die Journalisten auf dem Gelände der Spave Force gehalten hat, sind Nachrichten durchgesickert. Natürlich ist es das. Wir reden hier von der verdammten Presse. Es gibt verschiedene Zeitungsmeldungen und Fernsehreportagen. Danach ist unsere STARDUST nicht nur verschollen, sondern regelrecht abgestürzt. Es werden teilweise so genaue Details gegeben, daß wir uns besorgt fragen, wie hoch der Wahrheitsgehalt ist. Noch wichtiger erscheinen mir die Quellen zu diesen Angaben, weiß Pounder zu erzählen. Ja, die Quellen sollten ihm Sorgen machen, wenn da so ein Leck ist.
Und er sollte dankbar sein, dass das Internet für alle und vor allem die Social Media noch nicht erfunden wurden, dann wäre nämlich wirklich der Teufel los.
Bei er Notlandung hat der Computer ein Notsignal abgeschickt, das auch in den Medien aufgegriffen wurde. Man fragt sich, woher die Leute es kennen und wie sie es als Notsignal identifizieren konnten. Man will jedenfalls daran arbeiten, das Leck zu finden und geht zu den wichtigen Dingen über: Was mit dem Schiff passiert ist. Auf der Erde sind alle Instrumente in bester Ordnung und Pounder erklärt noch: „Entweder hat Major Perry Rhodan ein falsches Kodesignal ausgelöst, oder die Empfänger der STARDUST sind tatsächlich durch eine starke Überlagerungssendung ausgeschaltet worden.Was Major Rhodan betrifft, so halten wir es für ausgeschlossen, daß diesem Mann ein derartiger Irrtum unterlaufen ist. Außerdem beweisen unsere Berechnungen einwandfrei, daß die Rakete im entscheidenden Augenblick aus der Fernsteuerung geriet.[...]“ Weitere Vermutungen folgen und ich frage mich, warum sie immer noch nicht die Russen dafür verantwortlich gemacht haben. Das sollte in der Zeit doch am nächsten liegen, oder nicht?
Man fragt sich erstmal aber, ob es nur eine harmlose Bruchlandung oder ein Totalverlust ist.
Hat Rhodan noch nicht die Idee gehabt, die Erde anzufunken? o_O Man möchte annehmen, dass das eine der ersten Maßnahmen ist, nachdem die Krise vorbei ist. Das Notsignal ist ja offenbar durchgekommen, trotz der Störung.
Wenig später kommen die Russen doch noch ins Spiel. Mehr oder weniger jedenfalls. Pounder jedenfalls haut raus, dass der Geheimdienst die Information gegeben hatte, eine Rakete der asiatischen Förderation wäre zusammen mit der STARDUST gestartet. Wenn dieses Schiff eher oben ankam und wenn es dort landete, wo unsere Rakete aufsetzen sollte, dann kann es zu einer vorbereiteten Funkstörung auf unserer Frequenz gekommen sein.
Kaats merkt an, dass man dafür ziemlich gut informiert sein müsste und Pounder wendet zu Recht ein, dass es nicht sein Job ist, das rauszufinden, sondern Kaats. Eine Störung von der Erde aus wird allerdings ausgeschlossen, das Problem müsse auf dem Mond liegen.
Es wird noch die Theorie in den Raum geworfen, dass es ein technischen Versagen an Bord der Stardust gab, was Pounder weit von sich weist. Er hofft, dass Rhodan sich meldet, er müsse nur die erforderliche Sichtverbindung zur Erde herstellen. Okay wenn sie auf der Rückseite des Mondes gelandet sind, können sie darauf lange warten. Außer, die Besatzung hat Mittel, einen längeren Ausflug zu machen.
Man kommt zu dem Problem, wann die Besatzung eingesammelt werden könne, wenn sie noch lebt und wie sie vor allem so lange überleben kann. Erinnert mich gerade sehr an ein wirklich großartiges Buch, das ich vor kurzem gelesen habe, nur dass der arme Kerl alleine auf dem Mars festsaß.
Ganz am Ende der Sitzung kommt Mercant dann auf die Idee, die Leute darüber in Kenntnis zu setzen, dass die asiatische Rakete den Start nicht überstanden hat. Ist ja nicht so, als ob das wichtig wäre oder so... *facepalm*
Wieder kommt die Frage auf, woher der Sender auf dem Mond kommen soll.
Ich weiß nicht... vielleicht von einer Mission, die vorher dort war? Aber vermutlich hätte der Geheimdienst das dann gewusst, wenn Russland oder sonstwer ne erfolgreiche Mondmission hatte.
Mercant bringt dann noch: Wir glauben nämlich auch nicht an einen Irrtum des Schiffskommandanten. Wenn Sie die fehlerfreie Funktion der Raketeneinrichtung einwandfrei nachweisen können, stehen wir einem gewaltigen Problem gegenüber.
Trotzdem verteidigt Pounder nochmal vehement Rhodan, obwohl dem gar kein Vorwurf gemacht wurde. Mercant und Kaats verziehen sich und das kurze Kapitel endet mit folgendem Abschnitt:
„Wir gehen schweren Zeiten entgegen, Kaats“, murmelte er. „Man rühmt mir einen gewissen Instinkt nach. Er hat sich vor einigen Minuten gemeldet.
Kaats kniff die Augen zusammen. Es stimmte – Mercant hatte diesen eigenartigen Instinkt. Er roch Gefahren und Schwierigkeiten wie ein guter Jagdhund eine frische Fährte. Man munkelte, dieser Mann habe ein seltsames Gehirn mit außerordentlichen Gaben.

Das ist das mieseste Vorshadowing, das mir seit langem untergekommen ist.